Aufmerksamkeit für die Flussperlmuschel – auch die „Perlenfischerin“ freut sich

Für mich war die Arbeit an meinem historischen Roman „Die Perlenfischerin“ in vielfacher Hinsicht etwas Besonderes. Mich hat die Beschäftigung mit der Flussperlmuschel sehr berührt und auch sehr nachdenklich gemacht. Wie kann es sein, dass es in Deutschland in Klöstern zauberhafte mittelalterliche Stickereien mit heimischen Flussperlen gibt – und die Flusspermuschel heute kurz vor dem Aussterben ist? Als ich bei den Recherchen eine Exkursion mit dem Naturexperten Dr. Reinhard Altmüller an die Flüsse Lachte und Lutter machen durfte, der sich seit Jahrzehnten für die Flussperlmuschel einsetzt, war ich beeindruckt. Dieses kleine Lebewesen macht deutlich, wie das Zusammenspiel der Natur funktioniert und wie wichtig Biodiversität und Naturschutz sind. Gleichzeitig zeigt das Engagement von Naturschützern wie Doktor Altmüller und seinen Mitstreitern, dem Unterhaltungsverband Lachte und dem in der Südheide aktiven Nabu, dass der Mensch beispielsweise durch Renaturierung Schäden an der Natur abmildern oder gar rückgängig machen kann. Glücklicherweise gibt es heute nicht nur in Deutschland etliche Bemühungen zum Schutz der Flussperlmuschel. Dass ich die Veröffentlichung von „Die Perlenfischerin“ zum Anlass nehmen und gemeinsam mit Doktor Altmüller im Kloster Lüne, in dem sich viel Stickereien mit Flusspermuscheln befinden, eine Benefizlesung zugunsten des Schutzes der Flussperlmuschelmuschel abhalten konnte, ist mir wichtig gewesen.

Umso mehr freut mich natürlich jetzt, dass die Flussperlmuschel ein „Medienstar“ geworden ist. Das liegt auch an der Journalistin und Autorin Johanna Romberg, seit dreißig Jahren GEO-Redakteurin mit dem Schwerpunkt Ornothologie. In ihrem wunderschön gestalteten Buch „Der braune Bär fliegt erst nach Mitternacht“ (Quadriga) stellt sie Naturschutzgeschichten vor, die zum Beobachten anregen und zum Handeln einladen. Auch die Flussperlmuschel und das Renaturierungsprojekt von Doktor Altmüller und seinen Mitstreitern findet dort eine Platz. Nachlesen lässt sich Johanna Rombergs Bericht auch im GEO-Magazin. Darüber hinaus wurde das Flussperlmuschel-Projekt aus der Südheide auch im NDR3-Fernsehen in der Sendung „Das!“ im Gespräch mit dem Naturfilmer Jan Haft thematisiert. Der Beitrag findet sich in der ARD-Mediathek.

Hoffentlich trägt diese Aufmerksamkeit dazu bei, sich noch mehr Menschen für die Reinheit unserer Flüsse, den Schutz der Flussperlmuschel und anderer Arten stark machen!

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