Lissabons literarische Cafés

Kaffeehäuser spielten schon lange eine wichtige Rolle im literarischen Leben Lissabons. Sehr viele der bedeutenden Treffpunkte kann man auch heute noch aufsuchen. Das Martinho da Arcada an der Praca do Comércio wurde 1782 gegründet und ist das älteste Café der portugiesischen Hauptstadt. Hier kehrten Literaten wie Fernando Pessoa oder José Saramago ein. Am Bekanntesten ist wohl das A Brasileira mit der Bronzestatue Pessoas im Chiado, ein lebendiges Café mit einem Zeitungs- und Zigarettenkiosk am Eingang. Stammplätze der zahlreichen Emigranten, die in Lissabon während des Zweiten Weltkriegs Zuflucht suchten, waren das Suica und das Nicola am Rossio. Die Confeiratia National an der Praca da Figueira bietet sich ebenfalls für Gebäck oder ein Mittagessen an.

Was den Kaffee angeht, lieben die Lisboetas die Vielfalt: uma bica (kleiner Schwarzer) wird gerne am Tresen getrunken, um galao (Milchcafé) statt des Frühstücks, dann gibt es u.a. noch um italiano, um abatonado, cafe duplo (doppelter Schwarzer) oder uma bica com cheiro (mit einem Schuss Schnaps).

Das Restaurante Martinho da Arcada war seit jeher Treffpunkt der Literaten, Foto André Poling

Samstag, 2. Februar 2019

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