Charles II. und der Duke of Monmouth – schillernde Persönlichkeiten

Beim Recherchieren für historische Romane stoße ich immer wieder auf faszinierende Persönlichkeiten, denen ich am liebsten ganze Bücher widmen würde. Bei „Gold und Ehre“ und „Blüte der Zeit“ waren dies unter anderem der englische König Charles II. und sein unehelicher Sohn James Scott, der 1. Duke of Monmouth. Charles musste vor dem englischen Bürgerkrieg aus England fliehen und fand zunächst am französischen Hof und später am Hof der Stuarts in den Niederlanden Unterschlupf. Dort blieb er auch, als sein Vater von den Aufständischen unter Oliver Cromwell hingerichtet wurde. Im Exil wurde Charles II. er als neuer König von England und Schottland proklamiert und kämpfte fortan um seinen Thron, geriet jedoch zunehmend in Geldnot. Als bekennender Frauenliebhaber hatte Charles II. zahllose Affären und Mätressen, denen etliche Kinder entsprangen. Sein Lieblingssohn war James, den die walisische Adelige Lucy Walter von ihm bekam. Doch auch diesen Sohn, den er immerhin später zum 1. Duke of Monmouth machte, legitimierte er nicht. Nach dem Tod Oliver Cromwells wurde 1660 die Monarchie in England wiederhergestellt. Die Politik Charles II. war zeitweise heftig umstritten und auch kriegerisch, gleichzeitig führte er sein Reich durch die Große Pest von 1665 und den Großen Brand von London 1666. Wegen der fortdauernden Kriege gegen die Niederlande, die das Land auslaugten, Verschwendung und Glaubenskonflikten – Charles II. neigte insgeheim dem Katholizismus zu – kam es zu Rebellionen. Wegen seiner Beliebtheit beim Volk und schwelenden Konflikten wurde auch James Scott ins niederländische Exil geschickt, wo er mit Wilhelm III. und Mary II. zusammen war. Unerwartet starb Charles II. 1685. Sein katholischer Bruder James II. (Jakob II. auf Deutsch) bestieg den Thron. In der sogenannten Monmouth-Rebellion stellte sich James Scott gegen ihn und beanspruchte die Königswürde für sich. Sein Eroberungszug nahm an der Monmouth Bay in Lyme Regis, wo er anlandete, seinen Beginn. Orte wie Colyton begehen heute noch die Unterstützung des Dukes als „the most rebellious in Devon“. Doch der Widerstand der Königlichen war groß. Monmouth wurde gejagt, bekämpft und schließlich am 15. Juli 1685 hingerichtet. In der Folge nahm die Glorious Revolution ihren Lauf.

Wie ich diese Charaktere und diesen Teil der englischen Geschichte schildere, lesen Sie in „Blüte der Zeit“ 

Die Monmouth-Bay bei Lyme Regis wurde nach dem Duke benannt © Andre Poling www.poling.de
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