Neues über Perlen, Muscheln und Flüsse

Die Rote Liste, Flussperlmuscheln, Großmuscheln und ein Hoffnungsschimmer

Gestern ist gerade die neue Rote Liste der gefährdeten Arten veröffentlicht worden, und wie seit langem steht auch die Flussperlmuschel darauf, die einst in deutschen Flüssen reich vertreten war, und mit der ich mich intensiv für meinen historischen Roman „Die Perlenfischerin“ befasst habe.

Ich möchte bei allen Sorgen um die bedrohten Tiere und die menschengemachte Gefährdung unserer Natur aber auch einmal einen kleinen Hoffnungsschimmer verbreiten. Wenn man sich wirklich und nachhaltig für ökologische Verbesserungen bei Fließgewässern einsetzt, kann man etwas bewirken. So erfuhr ich gerade von Dr. Reinhard Altmüller (siehe Foto), der sich in Niedersachsen seit Jahrzehnten intensiv für das Überleben der letzten Flussperlmuscheln in Lachte und Lutter einsetzt, dass festgestellt wurde, dass sich in der Lachte durch die Strukturverbesserungen des Flusses wieder Großmuscheln angesiedelt haben. Ein Hintergrundartikel dazu findet sich in der Zeitschrift „Wasser und Abfall“ vom Juni 2020. Es gibt also Hoffnung – wir müssen „nur“ für den Erhalt der Arten etwas tun, um sie kämpfen!

Wer sich konkret engagieren oder spenden möchte, kann sich in bei den Naturschutzverbänden seiner Umgebung erkundigen. Oder auch an den Unterhaltungsverband Lachte und den NABU-Lachendorf werden, dort werden Spenden gerne gekommen, denn für die Renaturierung der Flüsse müssen u.a. angrenzende Gebiete gekauft, der Flusslauf wiederhergestellt und Kies eingebracht werden.

Fotos/André Poling: Bei den Recherchen zu „Die Perlenfischerin“ an der Lutter, mit Dr. Altmüller, Informationstafel des Lutter-Radwanderwegs, eine Flussperlmuschel.

Freitag, 10. Juli 2020

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