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BLOG: 11. Oktober 1634, die Burchardiflut

BlogSabine_Weiss

Zeitgenössischer Kupferstich der Burchardiflut

Heute nehme ich Sie in meinem Blog mit in das Jahr 1634, genauer gesagt zum Tag der verheereden Sturmflut, die zwischen achttausend und fünfzehntausend Küstenbewohner das Leben kostete und die norddeutsche Küste für immer veränderte.

Mein Name ist Sabine Weiß. Ich bin Schriftstellerin und lade Sie ein, mit mir in die Vergangenheit zu reisen. Heute nehme ich Sie mit in das Jahr 1634, genauer gesagt zum Tag der verheereden Sturmflut, die zwischen achttausend und fünfzehntausend Küstenbewohner das Leben kostete und die norddeutsche Küste für immer veränderte.

Im Laufe der Geschichte ist die Küstenlinie Schleswig-Holsteins immer wieder vom Meer geformt worden. Manche Veränderungen waren tiefgreifend, wie die Marcellusflut im Jahr 1362, die angeblich einhunderttausend Leben kostete und ganze Siedlungen wie das sagenumwobene Rungholt vernichtete.

„De nich will dieken, mutt wieken!“ – „Wer nicht deichen will, muss weichen“ – hieß es daher seit altersher an der Nordseeküste. Das bedeutet, wer sich nicht um die Instandhaltung der lebenswichtigen Deiche kümmerte, der verlor sein Land.

Doch so hoch der Mensch die Deiche auch baute, manchmal war das Meer stärker.

An diesem 11. Oktober des Jahres 1634 sahen die Küstenbewohner das Unwetter heranziehen und holten ihr Vieh in die Häuser. Doch dann kam die Katastrophe über sie. Was genau geschah, wissen wir von einem Augenzeugen. Der niederländische Wasserbauingenieur Jan Adriaanszoon Leeghwater war damit beauftragt worden, dem Meer einen Teil der Dagebüller Bucht abzuringen, als der Sturm losbrach.

„…gegen den Abend [hat] sich ein großer Sturm und Unwetter von Südwest her aus der See erhoben […] Da begann der Wind aus dem Westen so heftig zu wehen, daß kein Schlaf in unsere Augen kam. Als wir ungefähr eine Stunde auf dem Bett gelegen hatten, sagte mein Sohn zu mir „Vater, ich fühle das Wasser auf mein Angesicht tropfen“. Die Wogen sprangen am Seedeich in die Höhe auf das Dach des Hauses. Es war ganz gefährlich anzuhören.

Vater und Sohn flohen also in das höher gelegene Herrenhaus, in dem sich bereits 38 Personen, darunter 20 Flüchtlinge, befanden.

„Der Sturm wehte platt gegen das Herrenhaus, so hart und steif, wie ich’s in meinem Leben nicht gesehen habe. An einer starken Tür, die an der Westseite stand, sprangen die Riegel aus dem Pfosten von den Meereswogen, so daß das Wasser das Feuer auslöschte und so hoch auf den Flur kam, daß es über meine Kniestiefel hinweglief, ungefähr 13 Fuß höher als das Maifeld des alten Landes […]  Am Nordende des Herrenhauses, welches dicht am Seetief stand, spülte die Erde unter dem Haus weg […]

Infolgedessen barst das Haus, die Diele und der Boden auseinander […] Es schien nicht anders als solle das Herrenhaus mit allen, die darin waren, vom Deich abspülen. Des Morgens […] da waren alle Zelte und Hütten weggespült, die auf dem ganzen Werk waren, sechs- oder siebenunddreißig an der Zahl, mit allen Menschen, die darin waren. […] Große Seeschiffe waren auf dem hohen Deich stehengeblieben, wie ich selber gesehen habe.

Mehrere Schiffe standen in Husum auf der hohen Straße. Ich bin auch den Strand allda geritten, da hab ich wunderliche Dinge gesehen, viele verschiedene tote Tiere, Balken von Häusern, zertrümmerte Wagen und eine ganze Menge Holz, Heu, Stroh und Stoppeln. Auch habe ich dabei so manche Menschen gesehen, die ertrunken waren.

Soweit der Bericht von Leeghwater.

Eine Kombination von Sturmflut und halber Springflut hatte diesen Sturm so gefährlich gemacht. Neben den vielen Toten war vielerorts der Verlust des Viehs und der Ernte zu beklagen. Die Küste war verändert. Die Insel Strand war zerteilt worden: in Pellworm, die Halbinsel Nordstrand und die Hallig Nordstrandischmoor. Der Priel Norderhever war entstanden, die Halligen Nübbel und Nieland hingegen im Meer versunken. Da nach der Flut Teile des Landes unterhalb des Meeresspiegels lagen, lief das Wasser nicht ab oder drang immer wieder ein – diese Gebiete mussten aufgegeben werden.

Nach dem Heiligen Burkhard von Würzburg, dessen Namenstag der 14. Oktober ist, wurde die Katastrophe Buchardiflut genannt. Etliche Gläubige hielten die Flut für eine Gottesstrafe oder gar ein Vorzeichen der Apokalypse.

Unter Herzog Friedrich III. wurden die Deiche wieder aufgebaut. Er setzte das Deichrecht entschiedener durch und lockte niederländische Geldgeber und Arbeiter, um das Land zurückzugewinnen. Eine auf die Burchardiflut folgende technische Wende im Deichbau sorgte zunächst für mehr Sicherheit. Erst 1717 kam es bei der sogenannten Weihnachtsflut wieder zu Deichbrüchen und hohen Verlusten von Menschenleben.

Heute erleben wir eher schleichende Veränderungen. Auf Sylt beispielsweise werden bei Stürmen die Strände und vor allem die Südspitze, die Hörnum-Odde, immer weiter abgetragen. Dafür wird aus der Sandbank Norderoogsand langsam eine Insel. Kategorie: Blog

Verdienste der Rechtsmedizin und eines Rechtsmediziners

BlogSabine_Weiss

Sein Einsatz gegen Kindesmissbrauch, für die Aufklärung von Vergewaltigungen und für den Schutz alter Menschen vor Vernachlässigung in Altenheimen sind bedeutend, ganz abgesehen von Gutachten und Tatrekonstruktion bei unzähligen ungeklärten Todesfällen. Nach einer verdienstvollen und langjährigen Karriere verabschiedete sich der Rechtsmediziner Prof. Dr. Klaus Püschel am 1. Oktober 2020 in den Ruhestand.

Ich persönlich habe als Krimiautorin durch seine Bücher wie “Tote schweigen nicht”, die er gemeinsam mit Bettina Mittelacher veröffentlichte, sehr viel gelernt. Und natürlich durch den Besuch am Institut für Rechtsmedizin am Hamburger UKE, den der Verein Mörderische Schwestern organisierte. Auf dem Foto bin ich ein wenig blass um die Nase – über Leichen zu schreiben, ist eben eines, aber Leichen zu sehen, etwas ganz anderes. Dafür, dass ich “dem Püschel”, wie er sich selbst nennt, einige Fachfragen für meine Krimis stellen durfte, die er unkompliziert und hilfreich beantwortete, danke ich sehr. Prof. Klaus Püschel wird seinem Metier auch weiterhin als Senior-Professor, bei Cold Cases und in der Forschung erhalten bleiben. Trotzdem wird ihm mehr Zeit für Tennis, seine Familie und den (Un-)Ruhestand bleiben. Für diesen neuen Lebensabschnitt wünsche ich ihm alles Gute.

Einen interessanten Text über seine Leistungen und Pläne findet sich übrigens hier (ich übernehme keine Haftung für den Link):

https://www.uke.de/allgemein/mediathek/aktuelles/2020-meldungen-startseite/interview-ruhestand-p%C3%BCschel.html

Prof. Dr. Püschel berichtet den “Mörderischen Schwestern e.V” mehr über seine Wissenschaft
Die Autorin ist etwas blass um die Nase, Foto: Büchel

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Urkunde aus dem Archiv der Hansestadt Lübeck

Heute nehme ich Sie mit in das Jahr 1188, als Kaiser Friedrich I. der Stadt Lübeck das sogenannte Barbarossa-Privileg ausstellte und damit den Grundstein zur Handelsmacht Lübecks und damit auch der Hansekaufleute legte.

Bei dieser Urkunde handelt es sich um ein spannendes Stück Geschichte, das durchaus Verbindungen zur heutigen Zeit aufweist. Weshalb das so ist, dazu jetzt mehr.

Dass Kaiser Friedrich I. dieses Privileg erteilte, ist unbestritten. Ob es in der ursprünglichen Fassung jedoch genau diesen Inhalt hatte, ist unklar, denn die im Stadtarchiv Lübeck erhaltene Urkunde ist nach Ansicht der Historiker vermutlich eine Fälschung aus der Zeit Kaiser Friedrichs II. Fest steht auf jeden Fall, dass dieses kaiserliche Privileg den Aufstieg Lübecks zur mächtigen Handelsstadt beförderte und damit letztlich auch die Entstehung der Handelsmacht Hanse vorantrieb, denn Lübeck dominierte über Jahrhunderte diesen Zusammenschluss der Hanse-Kaufleute.

Die Anfänge des späteren Lübecks gehen auf eine Burg auf einer Halbinsel zwischen den Flüssen Trave und Wakenitz zurück. Diese lag ab dem achten Jahrhundert an dem wichtigen Handelsweg, der über die Alpen und Bardowick bis an die Ostsee führte. Nachdem Alt-Lübeck bei Auseinandersetzungen der dort lebenden Slawen zerstört wurde, zogen die Bewohner auf die nahegelegene Halbinsel Buko. Hier bildete sich schnell eine florierende Handelsstadt. Lübeck wurde in den folgenden Jahren und Jahrzehnten jedoch zunehmend zum Zankapfel zwischen den Slawen, den holsteinischen Grafen und weiteren machtbewussten Herrschern. Die Lage eskalierte 1180/81 als Friedrich Barbarossa und Heinrich der Löwe um die Stadt rangen und der Kaiser Lübeck belagerte. Nach dem Sturz Heinrichs des Löwen wurde Lübeck dem Kaiser unterstellt.

In dem knapp acht Jahre später ausgestellten Privileg nimmt Friedrich I. auf diese Auseinandersetzungen Bezug. Hier ein Zitat aus der Urkunde:

„Im Namen der heiligen und ungeteilten Dreifaltigkeit. Friedrich, durch das Walten von Gottes Gnaden Römischer Kaiser, Mehrer des Reiches. Das Wesen Unserer Würde erfordert es, daß, so oft Wir erfahren, es sei unter Unseren Getreuen Zwietracht ausgebrochen, Wir diese durch Unsere Vermittlung beseitigen, damit nicht etwa diejenigen, die dem Willen einer Partei gehorchen, durch den Zündstoff der Zerwürfnisse gespalten werden.
Da also Unsere Getreuen, Graf Adolf von Schauenburg und Graf Bernhard von Ratzeburg, Klage führen gegen Unsere Bürger von Lübeck über die Grenzen und die Nutzung ihres Gebiets, haben Wir die vor Uns stehenden Parteien aufmerksam angehört und, nach Einblick in den Sachverhalt bei dem Streit, um das Gut des Friedens unter ihnen zu bewahren, genannte Grafen dazu veranlaßt, daß beide aus Ehrfurcht vor der Wahr­heit und durch eine rechtsgültige Übereinkunft auf das Recht, das sie suchten, in Unsere Hand verzichteten und Wir es mit ihrer Zustimmung den Einwohnern dieser Stadt verliehen zu Besitz ohne irgendwelche spätere Anfechtung. Es wurden aber diese Grenzen zu Nutzen dieser Stadt durch das Geschenk Unserer Hoheit wie folgt zugeteilt.“
(sic)

Im Folgenden regelte die Urkunde Fragen wie die Landesgrenzen, die Gerichtsbarkeit der Stadt oder den Rechtsstand der Bürger und gilt somit als eigentliche Stadtrechtsurkunde.

Als im Frühjahr 1226 eine Lübecker Gesandtschaft zum Reichstag nach Cremona reiste, wollte diese von Kaiser Friedrich II. auch das Privileg bestätigen lassen.

„Vor der Abreise der städtischen Diplomaten hatte der Lübecker Domherr Marold das kaiserliche Privileg von 1188 und eine dänische Bestätigung desselben aus dem Jahre 1204 neu geschrieben und um wesentliche Rechte und Freiheiten erweitert“, urteilt Rainer Demski in „Adel und Lübeck“. Die Maroldsche Fälschung war von Historikern durch die wenig professionelle Nachbildung des Barbarossa-Siegels enttarnt worden.

Friedrich II. bestätigte 1226 jedoch nicht nur diese Privilegien, sondern stellte Lübeck wenig später auch noch das Reichsfreiheitsprivileg aus, mit dem die politische Selbstständigkeit der Stadt festgelegt wurde. Damit konnte Lübeck sich endgültig dem Einfluss der umgebenden Adelshäuser entziehen.

Ich habe mich in meinen Romanen „Hansetochter“ und „Die Feinde der Hansetochter“ mit diesen kaiserlichen Privilegien beschäftigt, aber erst in „Die Perlenfischerin“ spielen sie eine wichtigere Rolle. Für mich sind die Hintergründe der Beurkundung und der möglichen Fälschung ein spannender Beweis, wie trickreich und selbstbewusst die damaligen Kaufleute und Räte agierten, wenn es um das Wohl ihres Handels ging – nicht anders, als es heutige Geschäftsleute tun.

Literaturhinweise: Arnold v. Lübeck, chron. Slaw. III, cap. 20. , zur Fälschung H. Bloch, Der Freibrief Friedrichs I. für Lübeck und der Ursprung der Ratsverfassung in Deutschland, in: Zs. d. Ver. f. Lübeck. Gesch. 16, 1914, S. l ff.; dazu F. Rörig, Lübeck und der Ursprung der Ratsverfassung, in: ebda, 17, 1915, S. 27ff., wieder abgedruckt in: Hansische Beiträge zur deutschen Wirtschaftsgeschichte, 1928, S. 11 ff., und: Wirtschaftskräfte im Mittelalter, 1959, S. l ff. Außerdem M, Unger, Über das Barbarossa-Privileg für Lübeck, in: Wissensch. Zs. d. Karl-Marx-Univ. Leipzig, gesellsch.- u, sprachwiss. Reihe 3, 1953/54, S. 439 ff., und G. Schubart-Fikentscher, Die Verbreitung der deutschen Stadtrechte in Osteuropa, 1942, S, 380 ff., sowie F. Lenz, Die räumliche Entwicklung der Stadt Lübeck bis zum Stralsunder Frieden 1370, Diss. TH Hannover 1936.

2. September 1666, der große Brand von London

In meiner Blog-Reihe “Meine Reisen in die Vergangenheit” nehme ich Sie heute mit in das Jahr 1666, genauer gesagt zum großen Brand von London, der am 2. September das Gesicht der Stadt für immer veränderte. Als das Feuer Tage später endlich gelöscht wurde, hatte es fünf Sechstel Londons zerstört.

Beginnen wir mit dem Zitat eines Augenzeugen. Samuel Pepys, der Erste Sekretär der Admiralität, hat in seinem berühmten Tagebuch seine Beobachtungen festgehalten: „Bis hinaus zur City leuchtete die schreckliche, böse, blutige Flamme, nicht wie die Flamme eines gewöhnlichen Feuers.“ Der Philosoph John Locke sah sogar noch von Oxford aus die „Sonnenstrahlen eines fremdartigen, düster roten Lichts“. Pepys weiter: „Jeder versuchte, sein Hab und Gut zu retten, es in den Fluss zu werfen oder in kleine Boote. Die Armen bleiben in ihren Häusern, bis sie das Feuer erreicht hat, dann rennen sie auf die Schiffe oder von einer Anlegebrücke zur anderen … Alle kümmerten sich nur nur um ihre Habseligkeiten und überließen das Feuer sich selbst.“

Was war also geschehen? Wie war das Feuer entstanden? Und warum hat es sich so verheerend ausgewirkt?

Zunächst einmal war das mittelalterliche London leicht entflammbar. Die meisten Häuser waren aus Eichenholz, viele mit Stroh gedeckt, oft hatte man die Wände mit Teer verputzt, um die Feuchtigkeit abzuhalten. Trotz geringer Grundfläche erhoben die Häuser sich mehrere Stockwerke, die zudem weit überhingen. Die Straßen waren daher eng. Eine Feuerwehr gab es nicht. Eimer für Eimer musste die Menschen das Wasser weitereichen, um den Brand zu löschen. Lediglich kleine bewegliche Handpumpen kamen zum Einsatz. Zudem war die Bevölkerung durch eine gerade überstandene Pestwelle geschwächt. Dazu kam, dass der Sommer heiß und trocken gewesen war. Weit trug der Wind die Funken des Brandes.

Nach dem Brand machten religiös motivierte Verschwörungstheorien die Runde. Später hieß es in offiziellen Ermittlungen „die Hand Gottes, der Wind und der sehr trockene Sommer“ seien für die Katastrophe verantwortlich. Dabei hatte man schnell herausgefunden, dass der Brand in einer Bäckerei entstanden war. Thomas Farriner, ein Bäcker des Königs aus der Pudding Lane, hatte vergessen, seinen Ofen anständig zu löschen. Gegen Mitternacht sprangen die Flammen auf die Holzscheide neben der Feuerstelle über. Schnell stand das Haus in Flammen. Farriner konnte mit seiner Familie und einem Angestellten durch einen beherzten Sprung durch ein Fenster entkommen, ein weiterer Angestellter starb. Funken ergriffen das nahe gelegene Star Inn und bahnten sich den Weg bis zum Themseufer mit seinen Lagerhallen. Waren wie Kerzentalg, Lampenöl, Spirituosen und Kohle sorgten für Explosionen. Spätestens jetzt war der Brand außer Kontrolle geraten. Bis zu 1700 Grad erreichte die Temperatur im Zentrum des Feuers, fanden Archäologen später heraus. Das Blei der Kuppel von St. Paul’s floss auf die Straßen, Steine in den Kirchenmauern schienen zu brennen. Die Inkompetenz der Machthaber verschärfte die Katastrophe noch. Angeblich soll der Bürgermeister Sir Thomas Bloodworth nach dem Ausbruch des Brandes Entwarnung gegeben haben. Ein solches Feuer könnte von „einer Frau ausgepisst werden“, habe er erklärt. Der Feuersturm breitete sich rasend aus. Die Straßen waren von panisch Fliehenden verstopft. Als Pepys vorschlug, man solle Schneisen schlagen, um ein Ausbreiten des Brandes zu verhindern, konnten sich weder der Bürgermeister noch die anderen Honoratioren dazu durchringen, weil sie um ihre Immobilien fürchteten. Später setzte sich Pepys mit der Autorität der Marine durch und begann, Häuser zu sprengen und damit Brandschneisen durch die Stadt zu schlagen. Als der Wind nachließ, konnte zumindest der Palast von Whitehall gerade noch gerettet werden.

Bis zum 6. September wütete das Feuer. Die Bilanz war verheerend. 16 Menschen verloren ihr Leben. 13.000 Häuser, etwa 90 Kirchen und öffentliche Gebäude wurden zerstört, darunter die alte St. Paul‘s Cathedral. Etwa 100.000 Menschen wurden obdachlos.

Am 7. September beschrieb der Architekt John Evelyn seine Eindrücke: „Heute morgen ging ich zu Fuß von Whitehall bis zur London Bridge, durch die ehemalige Fleet Street, an St. Pauls vorüber, Cheapside, Börse, Bishopsgate hinaus nach Morefilds und weiter. Mein Weg war außerordentlich schwierig, ich musste Berge noch rauchenden Brandschutts überwinden und war mir oftmals nicht im Klaren, wo ich mich befand. Der Boden unter meinen Füßen war so heiß, dass er mir nicht nur den Schweiß aus dem Körper trieb, sondern sogar meine Schuhsohlen verbrannte.“

König Charles II. beauftragte bereits wenige Tage später den Architekten Sir Christopher Wren mit dem Entwurf einer neuen St. Paul‘s Kathedrale und trieb den Wiederaufbau der Stadt voran. Auch weitere wichtige Gebäude wie der Royal Exchange oder der Stalhof wurden wieder aufgebaut. Damit eine derartige Katastrophe sich nicht wiederholen konnte, mussten die neu errichteten Häuser aus Ziegelsteinen gebaut werden, überhängende Geschosse und allzu enge Straßen wurden verboten.

Heute erinnert eine dorische Säule in der Fish Lane, deren Aussichtsplattform sich weit über die Dächer Londons erhebt, an den Brand von 1666. An der Ecke Pudding Lane und Monument Street befindet sich zudem eine Gedenktafel.

Für mich persönlich ist die Auseinandersetzung mit dem Großen Brand von London auch deshalb spannend, weil ich mich für einen Roman mit dem Werden von Städten beschäftige – doch dazu in einer anderen Folge meines Blogs mehr.

Schreiben auf dem Campingplatz

Ferien und aufregende Arbeit Wer mich kennt, weiß, dass ich gerne reise. Allerdings war das ja nun dieses Jahr durch Covid-19 nicht ganz so einfach. Wir haben trotzdem eine Woche in Dänemark verbracht, auf einem Campingplatz. Für mich gab es allerdings neben Strandspaziergängen und Baden auch eine aufregende Arbeit: Die Fahnen meines historischen Romans und […]

Doppel-Lesung in Jesteburg

am Sonntag, 13. September 2020 Ich freue mich, dass eine „abgespeckte Version“ der verschobenen Lesungen in Jesteburg nun doch noch stattfindet! Danke an die Samtgemeindebücherei Jesteburg für ihren Einsatz! Mittwoch, 19. August 2020

27. JULI 1241 – SCHICKSALHAFTE SCHLACHT

Meine Reisen in die Vergangenheit – Ein Podcast von Sabine Weiß Mein Name ist Sabine Weiß. Ich bin Schriftstellerin und lade Sie ein, mit mir in die Vergangenheit zu reisen. Heute nehme ich Sie mit zur Schlacht bei Bouvines, bei der am 27. Juli 1214 durch den Sieg der Franzosen die Machtverhältnisse in Europa grundlegend […]

Verwirrung über Altersangaben

Druckfehler in „Blutige Düne“ Mich haben Briefe von aufmerksamen Leserinnen und Lesern erreicht, die mich auf einen ärgerlichen Druckfehler in „Blutige Düne“ aufmerksam gemacht haben. Und zwar heißt es auf Seite 101, Annika sei die jüngere Tochter von Ocker Lammers (also Livs jüngere Schwester). Das stimmt natürlich nicht. Alle, die die Reihe kennen, wissen, dass […]

Lesen unter Corona-Bedingungen

Lesung bei der Travemünder Sommerfrische Im Rahmen der Travemünder Sommerfrische habe ich am 16. Juli 2020 unter Einhaltung der Abstands- und Hygiene-Regeln aus „Blutige Düne“ gelesen, und – was soll ich sagen? Es geht! Herzlichen Dank an Lübeck und Travemünde Marketing und die Hugendubel Buchhandlung! Hier möchte ich einige Eindrücke von der großartigen Kulisse teilen, […]

Neues über Perlen, Muscheln und Flüsse

Die Rote Liste, Flussperlmuscheln, Großmuscheln und ein Hoffnungsschimmer Gestern ist gerade die neue Rote Liste der gefährdeten Arten veröffentlicht worden, und wie seit langem steht auch die Flussperlmuschel darauf, die einst in deutschen Flüssen reich vertreten war, und mit der ich mich intensiv für meinen historischen Roman „Die Perlenfischerin“ befasst habe. Ich möchte bei allen […]

10 Minuten mit … Lünebuch

Interview auf Youtube Autoreninterviews. Letzte Woche war ich dabei. Mit Lünebuch-Chef Jan Orthey habe ich über meine Leidenschaft für die Recherche historischer Stoffe – und mein Faible für das Krimigenre gesprochen. Das Interview gibt es hier: Und zu Lünebuch geht es hier: https://www.luenebuch.de/shop/item/9783404179374/der-chirurg-und-die-spielfrau-von-sabine-wei-englische-broschur https://www.luenebuch.de/shop/item/9783404179756/blutige-dune-von-sabine-wei-kartoniertes-buch Montag, 6. Juli 2020

Wie reiste man im Mittelalter?

Die Ferienzeit ist angebrochen, deshalb möchte ich Ihnen heute etwas über das Reisen im Mittelalter erzählen. Dies ist der Text zu einem Podcast – Sie können den Beitrag also auch hören. Da dies ein Thema ist, über das etliche Bücher verfasst worden sind, werde ich mich in dieser Folge auf einen allgemeineren Überblick konzentrieren. Weitere […]

„Blutige Düne“ als Tipp im Fernsehen

Buchvorstellung bei 3sat „Kulturzeit“ In der Kultursendung „Kulturzeit“ bei 3sat ist im Fernsehen eine sehr schöne Vorstellung meines Sylt-Krimis „Blutige Düne“ gezeigt worden. Sie finden Sie hier: https://www.3sat.de/kultur/kulturzeit/tipp-krimi-sabine-weiss-blutige-duene-104.html Einen herzlichen Dank an die Redaktion und Ihnen viel Spaß dabei! Samstag, 20. Juni 2020

Erste Lesung aus „Blutige Düne“

Ich freue mich, dass ich am 11. Juni von 17 bis 18 Uhr im Rahmen der neuen Veranstaltungsreihe „Travemünder Sommerfrische“ aus meinem Sylt-Krimi „Blutige Düne“ lesen werde – natürlich unter Einhaltung der Abstands- und Hygienregeln. Die Veranstalter vom Lübeck und Travemünde Marketing GmbH haben sich einiges überlegt, um eine sichere und zugleich gemütliche Atmosphäre zu […]

Buch-Challenge

Bücher, die ich liebe oder die mich beeinflusst haben Ich möchte hier sieben Bücher vorstellen, die ich liebe oder die mich beeinflusst haben. Oben ist meine Ausgabe von J.R.R. Tolkiens “Herrn der Ringe”. Ich war ein Bücherhallenkind: für meinen extremen Lesehunger wäre es viel zu teuer gewesen, alle Bücher zu kaufen, die ich verschlungen habe. […]

Eine Postkarte von der Vogelkoje

Kindheitserinnerung an Sylt Ich werde oft gefragt, was mich mit Sylt verbindet. Seit ich ein Kind gewesen bin, habe ich die Insel immer wieder besucht und die Entwicklung ein Stück weit verfolgt. Beim Aufräumen habe ich nur diese Postkarte gefunden, die ich bei meinem ersten Besuch auf Sylt an meine Eltern geschrieben habe. Es war […]

Mal etwas biologischer Hintergrund

In meinem Sylt-Krimi „Blutige Düne“ hat der Strandhafer für den jungen Naturschützer Tobias eine besondere Bedeutung. Tatsächlich sind die Pflanzen beeindruckend. Bis zu fünf Meter sind die weit verzweigten Wurzeln des Strandhafers lang. Als Überlebenskünstler kann der Strandhafer sich in den Dünensand bohren und dort die geringen Feuchtigkeits- und Nährstoffmengen aufnehmen. Wenn Strandhafer  von frischem […]

Sylt-Becher

Newsletter-Verlosung Unter den Abonnenten  meines Newsletters verlose ich bis 8. Mai 2020 einschließlich diese beiden schönen Becher. Jeder Abonnent, der den Becher gewinnen möchte, schickt bitte eine Mail an mail@sabineweiss.com Die Gewinner werden ausgelost. Viel Glück! * Die Verlosungs- und Datenschutzbestimmungen finden sich unter „Datenschutz“ * Donnerstag, 7. Mai 2020

DeLias präsentieren DeLias

Ich stelle eine Kollegin vor: Bettina Lausen In dem Autorenverband DeLia haben wir eine Partnerschaftsaktion gestartet, in deren Rahmen ich Ihnen und euch heute meine Kollegin Bettina Lausen alias Tina Lundgren vorstellen möchte. Bettina Lausen, Jahrgang 1985, hat einen Bachelor in Kulturwissenschaften mit den Schwerpunkten Literatur und Geschichte. Unter ihrem Klarnamen Bettina Lausen erschienen nach […]

Kampen, Keitum und Co.

Weitere Schauplätze „Blutige Düne“ Das bekannteste Motiv von „Blutige Düne“ ist wohl das Kampener Quermarkenfeuer, wie der kompakte Backstein-Leuchtturm in Kampen korrekt heißt. Dieses Leuchtfeuer kann leider nicht betreten werden, bietet aber immer wieder ein hübsches Fotomotiv. Ein weiterer Schauplatz ist die Kirche Sankt Severin, die unbedingt einen Besuch wert ist, wegen der hübschen Gestaltung […]

Kommen Sie mit nach Sylt …

Wenn wir derzeit schon nicht in der Realität an die Nordsee reisen dürfen, dann wenigstens im Kopf … Ich erinnere mich noch genau, wie sehr ich herumgetüftelt habe und wie viele Leseproben ich geschrieben habe, bis mein erster Krimi soweit war, dass ich ihn außer meiner Agentin und meinem Erstleser jemanden zeigen mochte. Was für […]

Schauplätze „Blutige Düne“

Hier beginnt „Blutige Düne“: Die Mörderkuhle In der Mörderkuhle zwischen Tinnum und Keitum auf Sylt wird eine Leiche gefunden. Liv Lammers von der Mordkommission in Flensburg wird aus ihrem heiß ersehnten Kurz-Urlaub gerissen und nimmt die Ermittlungen auf. Was hat es nun mit dieser Mörderkuhle auf sich? Aus diese Brache waren Kies und Sand für […]

Welttag des Buches 2020

Heute am Welttag des Buches werden auf der ganzen Welt die Bücher gefeiert. Ich bin u.a. bei der Aktion des Weltbild-Verlags mit  einer Videobotschaft dabei: Viel Spaß bei dieser Aktion! Und hier mein vollständiger Text: Lesen ist so wichtig, wie die Erde unter meinen Füßen. Lesen treibt mich voran, lässt mich neue Welten entdecken. Lesen […]

Die Spielfrau und ihre nützlichen Tonarten

Die Heilkraft der Musik – Hintergrundartikel zu „Der Chirurg und die Spielfrau“ Die Musiktherapie, das ist für die einen heutzutage eine wichtige Wissenschaft, andere halten sie für Spinnerei oder Esoterik. Dabei reicht die Geschichte der Musiktherapie weit zurück. Schon die erste historisch bekannte Autorin, deren Werke schriftlich überliefert sind, heilte mit Musik: Die sumerische Königstochter […]

Schauplatz Bologna

Spurensuche „Der Chirurg und die Spielfrau“ – Bologna Die Universität von Bologna gilt als älteste Europas und lief schon früh der berühmten Medizinschule von Salerno den Rang ab. Kein Wunder also, dass es meinen Chirurgen Thonis aus „Der Chirurg und die Spielfrau“ dorthin gezogen hat. Damals gab es noch kein festes Universitätsgebäude, sondern unterrichtet wurde […]

Schauplatz Montpellier

Spurensuche „Der Chirurg und die Spielfrau“ – Montpellier Montpellier ist ein weiterer Schauplatz aus meinem historischen Roman „Der Chirurg und die Spielfrau“. Zur Zeit meines Romans gehörte die südfranzösische Stadt zum Königshaus von Aragon. Die Universität von Montpellier ist eine der ältesten Frankreichs. Bereits seit 1180 durfte hier jedermann frei Medizin praktizieren und lehren. Auch […]

Schauplatz „Der Chirurg und die Spielfrau“

Spurensuche „Der Chirurg und die Spielfrau“ – Genua Eine der ersten Stationen meiner Hauptfiguren Thonis und Elena in „Der Chirurg und die Spielfrau“ ist Genua. Diese Hafenstadt beherrschte im Mittelalter lange den Handel über das Mittelmeer und in den Orient. La Superba – die Stolze, wie die Bewohner Genua nennen – war zudem eine wichtige […]

Youtube-Kurzlesung

Lesung aus „Der Chirurg und die Spielfrau“ Da ja vorerst alle Lesungen abgesagt wurden, habe ich eine Kurz-Lesung aus „Der Chirurg und die Spielfrau“ eingestellt: Viel Spaß dabei! Donnerstag, 16. April 2020

Oster-Grüße

Ein besonderes Oster-Fest 2020 Liebe Leserinnen und Leser, wir feiern dieses Jahr ein seltsames Oster-Fest in einer seltsamen und auch beängstigenden Zeit. Gleichzeitig beweist uns gerade jetzt die Natur, dass das Leben weiter geht – und auch wir werden diese Corona-Krise irgendwann überstanden haben. Ich wünsche Ihnen entspannte und friedliche Tage. Bleiben Sie gesund und […]

Roman-Schauplatz Corvey

Große Geschichte an der Weser Roman-Schauplatz Corvey Große Geschichte an der Weser Sanfte Hügel, einige Felsen, in der Mitte der Fluss. Wenn man heute durch das Weserbergland fährt, dann ist die Kreisstadt Höxter mit ihren knapp dreißigtausend Einwohnern ein Zentrum der Region. Im Frühmittelalter jedoch war der bei Höxter liegende Ort Corvey weitaus wichtiger und […]

Wer war der „Chirurg von der Weser“? – Hintergründe zur historischen Persönlichkeit und der Chirurgie Roger Frugardis

Medizin im Mittelalter und die Inspiration für meine Roman-Figur – Hintergrundartikel zum „Chirurgen von der Weser“ und seinen Lehrmeistern Wer war eigentlich dieser „Chirurg von der Weser“? Kurz gesagt: er war einer der berühmtesten Wundärzte des 13. Jahrhunderts. Sein Handbuch ist eines der bekanntesten und meistkopierten Werke der mittelalterlichen Medizingeschichte: Das Manuskript Cyrurgia domini et magistri Willehelmi […]

Live-Lesung am 6. April 2020

aus „Der Chirurg und die Spielfrau“ Meine erste Live-Lesung wird am 6. April 2020 um 19 Uhr auf dem Instagram-Kanals von Bastei Lübbe stattfinden. Sollten Sie nicht bei Instagram sein – kein Problem! Ich werde eine weitere Online-Lesung machen und hier darauf hinweisen! Freitag, 3. April 2020

Der Chirurg und die Spielfrau – erster Schauplatz

Gab es Versfleth bei Bremen wirklich? Thonis, die männliche Hauptfigur in meinem Roman „Der Chirurg und die Spielfrau“ kommt von der Burg Versfleth bei Bremen. Nun wird vielleicht der eine oder andere Bremer sich wundern oder die Leser*innen auf die Landkarte schauen und feststellen, dass dieses Versfleth gar nicht auf Landkarten eingezeichnet ist. Was hat […]

Medizin, Musik, Mittelalter

Der Chirurg und die Spielfrau In meinem neuen Roman „Der Chirurg und die Spielfrau“ (ab 27. März, Lübbe-Verlag) tauche ich tief in die Geschichte der mittelalterlichen Medizin und der Kreuzzüge ein. Inspiration für meine Hauptfigur war der legendäre ‚Chirurg von der Weser‘, dessen profundes Wissen uns durch ein Manuskript aus dem dreizehnten Jahrhundert bekannt ist. […]

21. Februar Biike-Brennen

Text zur Podcast-Folge 21. Februar – Biike Podcast – Meine Reisen in die Vergangenheit 21. Februar – Biikenbrennen „In der Ferne züngeln die Flammen des Biikefeuers am Nachthimmel. Funken steigen auf, erlösten Seelen gleich. Ihr fröstelt. Es ist, als würde der Schweiß auf ihrer Haut gefrieren. Sie denkt an den Wunsch, den sie im Stillen […]

Kalenderblatt: Fondaco dei Tedeschi

Text zur Podcast-Folge vom 27. Januar weiße Fassade mit vielen Fenstern – wohl jeder Venedig-Besucher hat das Gebäude schon einmal gesehen, ob bewusst oder unbewusst. Bereits im Jahr 1200 existierte vermutlich ein kombiniertes Lager-, Wohn- und Warenhaus für die deutschen Kaufleute in der Lagunenstadt, die älteste Urkunde datiert aus von 1228. In dem Viertel San […]

Feiern, zur Ruhe kommen, genießen

Liebe Leser*innen und Leser, ein Jahr neigt sich dem Ende zu, in dem viel geschehen ist, dass uns zum Nachdenken anregen kann. Für mich ist auch in diesem Zusammenhang immer wieder erstaunlich, wie großartig das ist, was Bücher für uns leisten: wenn wir es möchten, helfen sie uns, die Welt zu verstehen; wenn wir es […]

Nominierung Lovelybooks Leserpreis

Ich freue mich sehr, dass „Die Perlenfischerin“ für den Lovelybooks-Leserpreis in der Kategorie „Historischer Roman“ nominiert ist. Zu diesem Preis eine Information von Lovelybooks: Der Leserpreis zeichnet seit 2009 jährlich die besten Neuerscheinungen in unterschiedlichen Kategorien aus. Das Besondere: Du als Leser*in bestimmst, welche Bücher, Autorinnen und Autoren gekürt werden, du zeigst mit deiner Stimme, […]

„Blutige Düne“ – vierter Sylt-Krimi

Liv Lammers ermittelt ab 30. 4. 2020 wieder Ahh, das ist es endlich – das Cover meines vierten Sylt-Krimis mit Liv Lammers. Ich finde es sehr gelungen – ein echtes Sylt-Motiv! Zwar wurde die Nordsee ein wenig näher an das Kampener Quermarkenfeuer herangerückt – aber alles ist auf dem Cover, was wir an Sylt lieben […]

Bücher, Bücher, Bücher

Recherchen für einen neuen historischen Roman Manchmal werde ich von Leser*innen gefragt, ob man inzwischen für einen historischen Roman nicht alles im Internet recherchieren kann. Meine Antwort ist einfach: Da ich Themen und Hintergründe gerne bis ins Detail erforsche, ist das nicht möglich. Natürlich ist es enorm hilfreich, dass archive.org oder sogar Google inzwischen alte […]

Notebook aufklappen, fertig, los

Wenn man liebt, was man tut, dann tut man es auch in den Ferien. Da ich mich glücklich schätzen kann, weil es mir so geht, habe ich in den Sommerferien auch in Schweden und Norwegen weiter an meinem kommenden Sylt-Krimi gearbeitet. Am Anfang ist es gewöhnungsbedürftig, an so unterschiedlichen Orte und noch dazu spontan in […]

Vorschau auf den nächsten historischen Roman

„Der Chirurg und die Spielfrau“ „Medizin im Mittelalter – dramatisch, farbenprächtig, spannend“ – Vorschau des Lübbe-Verlags Es ist immer ein aufregender Moment, einen neuen historischen Roman vorzustellen, schließlich lebe, liebe und leide ich monate-, ja jahrelang mit meinen Protagonisten. Auch bei „Der Chirurg und die Spielfrau“ sind mir die Hauptfiguren wieder sehr ans Herz gewachsen. […]

Stadt und Buch

Großstadtcamping und RechercheDonnerstag, 20. Juni 2019 Campen und Recherche, eine herrliche Kombination! Eine besonders schöne Erfahrung, die ich auf meinen (Recherche-) Reisen immer wieder gemacht habe, ist, dass sich auch in teuren und überlaufenen Großstädten gut campen lässt. Außerdem genieße ich es, nach dem Trubel einer Großstadt auf einen beschaulicheren Campingplatz zurückzukehren. Da die Urlaubszeit […]

Schreiben Sie!

Oft kommen Leserinnen und Leser nach Veranstaltungen auf mich zu und erzählen mir, wie gerne sie selbst schreiben möchten. Manche haben sogar einen angefangenen Roman in der Schublade liegen. Ob ich Tipps über das Schreiben für sie hätte … Oh ja. Schreiben Sie. Setzten sie sich an den Schreibtisch, an den Küchentisch, auf ihr Bett, […]

Dänischer Traumkuchen

Falls Sie Zeit und Lust haben, an den Sonn- und Feiertagen im Mai zu backen, möchte ich Ihnen ein Rezept vorschlagen: einen Drømmekage oder Traumkuchen, wie er in meinem Sylt-Krimi „Finsteres Kliff“ erwähnt wird. Man erzählt sich, dass dieser luftige Rührteig mit Kokos-Zuckerkruste erstmals 1960 von einer dreizehnjährigen und ihrer Großmutter gebacken wurde, die damit […]

Die Dänen auf Sylt

Sylt – oder wie die Dänen sagen: Sild – hat eine lange dänische Geschichte. Auch heute noch leben viele Dänen auf Sylt, sie haben einen Kindergarten, eine Schule und eine eigene Kirche, die von dem „Schwarzen Engel“ geschützt wird, den ich ebenfalls in „Finsteres Kliff“ beschreibe. Besonders beliebt auch bei Nicht-Dänen ist übrigens der dänische […]

Biike, Hügelgräber und mehr

Hier noch einige weitere Schauplätze des Sylt-Krimis „Finsteres Kliff“. Oben: Biike-Brennen in Morsum (Foto: Sabine Weiß, die anderen Fotos Copyright André Poling). Gut zu sehen ist, wie der Piader, das Petermännchen, als symbolischer Winter verbrannt wird. Freitag, 5. April 2019 Das Kapitänsviertel Flensburg, unten: das Rote Kliff glüht; vor dem Sylter Heimatmuseum in Keitum; das […]

Perlen aus der Heide

Flussperlen und Flussperlmuscheln in Niedersachsen Schon auf den ersten Blick ist der Altarfürleger im Textilmuseum des Klosters Lüne hübsch, aber erst beim genaueren Hinsehen bemerkt man, wie kostbar und kunstvoll er ist, denn der Stoffstreifen aus dem fünfzehnten Jahrhundert ist über und über mit kleinen Flussperlen bedeckt. Wenn man bedenkt, dass beim Durchbohren der Perlen […]

Perlen in Mittelalter und Früher Neuzeit

Ein besonders schönes Stück ist der Fürleger, der im Textilmuseum des Klosters Lüne ausgestellt wird (Foto: Klosterkammer Hannover, Textilrestaurierung) Perlstickereien und Perlschmuck Schon in Schriften aus der Antike und in der Bibel werden Perlen erwähnt. Augenperlen – oder Augenamulette – gab es schon in frühen Kulturen, beispielsweise das Horus-Auge im alten Ägypten; als Mittel gegen […]

Das Wallmuseum in Oldenburg

Ins Leben der alten Slawen schnuppern Bardowick war im Mittelalter ein Grenzort, von dem aus Jahrhundertelang das Reich gegen die Heiden verteidigt wurde. Nach den Sachsenkriegen Karls des Großen, die auch und gerade im Norden des Reiches tobten, widmeten sich Herrscher wie Heinrich der Löwe dem Heidenkampf. Chronisten wie Helmold von Bosau (Chronica Slavorum) oder […]

Bardowick, beschaulicher Ort mit großer Geschichte

Bardowick, beschaulicher Ort mit großer Geschichte Bardowick – Schauplatz aus „Die Perlenfischerin“ Bardowick ist einer der ältesten Orte Norddeutschlands. Die bedeutende Vergangenheit des Fleckens, der südöstlich von Hamburg liegt, lässt sich an zwei Dingen schnell erkennen: an dem Dom St. Peter und Paul, der für den agrargisch geprägten Ort – das Zentrum der bedeutenden Gemüseproduktion […]

„Viel Kies für Kies“

Es war ein rundum gelungener Nachmittag: die Lesung aus „Die Perlenfischerin“ am 31. März zugunsten des Unterhaltungsverbands Lachte, der sich für den Schutz der heimischen Flussperlmuschel einsetzt, war ein voller Erfolg: Der Kapitelsaal des Klosters Lüne war bis auf den letzten Platz besetzt. Nach einer Begrüßung durch die Äbtissin Frfr. von der Goltz, las ich […]

Heimspiel

Seit 2007 mein Romandebüt „Die Wachsmalerin – Das Leben der Madame Tussaud“ herauskam, halte ich auf Einladung der Samtgemeindebücherei Jesteburg und des Jesteburger Buchladen in dem kleinen Nordheideort meine Premierenlesung ab. Auch „Die Perlenfischerin“ und „Finsteres Kliff“ habe ich wieder in gemütlicher Atmosphäre vor interessiertem Publikum in Jesteburg vorstellen dürfen. Diese lange und vertrauensvolle Zusammenarbeit […]

Der Wikingerschatz von Morsum – eine Inspiration für „Finsteres Kliff“

Sylt – Hintergrundbericht und Reisetipps Was wäre, wenn … der Lieblingsgedanke vieler Autoren. Als ich 2017 las, dass ein Bauer auf einem Acker in der Nähe von Morsum (Foto oben: Morsum Kliff, die Wikingerhügel befinden sich weiter landeinwärts) André Poling) einen bedeutenden Wikingerschatz entdeckt und ein Schmuckstück jahrzehntelang für sich behalten hat, setzte sich sofort […]

Es war einmal … die deutsche Flussperle?

Die Perlenfischerin 1 – zur Flussperlmuschel in deutschen Flüssen Kennt ihr deutsche Flüsse, in denen früher Perlmuscheln gefunden wurden, vielleicht sogar in eurem Bundesland? Diese Frage hatte ich mit einer Bewerbung für die Leserunde zu meinem neuen historischen Roman „Die Perlenfischerin“ bei Lovelybooks verknüpft. Die Reaktionen haben mich sehr gefreut, denn viele Teilnehmer*innen wussten, gar […]

Nominierung für den Goldenen Homer

Ich bin sehr glücklich und stolz, dass „Die Arznei der Könige für den Goldenen Homer, also den besten historischen Roman aus dem Jahr 2018 nominiert ist. Gleichzeitig gratuliere ich allen großartigen Kolleg*innen, die es ebenfalls auf die Shortlist geschafft haben. Von einer fachkundigen Jury aus über achtzig Einreichungen ausgewählt zu werden, ist wirklich etwas ganz […]

Rückblick Leipziger Buchmesse

Viele inspirierende Kollegen, viele interessierte Leser*innen – die Leipziger Buchmesse war wieder einmal sehr schön. Zu meinen persönlichen Höhepunkten gehört ganz sicher die Gemeinschaftslesung der HOMER-Autorinnen im Ägyptischen Museum mit Ellin Carsta, Marion Johannig, Rose Philipps und meiner Wenigkeit (siehe Foto). Ich las aus „Die Arznei der Könige“, der zu meiner großen Freude, wie im […]

Leserunde für „Die Perlenfischerin“

Derzeit läuft die bei der Buchcommunity Lovelybooks die Bewerbungsphase für eine Leserunde zu meinem neuen historischen Roman „Die Perlenfischerin“. Ich werde die Leserunde begleiten. Für die Bewerbungen habe ich wieder eine Frage gestellt. Ich freue mich auf einen regen Austausch! Dienstag, 12. März 2019

Leipziger Buchmesse 2019

Leipzig liest … und ich bin dabei! Die Leipziger Buchmesse naht und ich würde mich freuen, liebe Leser*innen, einige von Ihnen/euch dort zu sehen! Ich werde eine Lesung abhalten und zudem an den Ständen der Autorenverbände DeLia und HOMER für Gespräche und Signierstunden zur Verfügung stehen. Donnerstag, 21. März 2019 * 14 bis 15 Uhr […]

Erste Leserunde 2019

Sylt sehen – und sterben. Liv Lammers‘ dritter Fall. Bei Lesejury.de gibt es meine erste Leserunde des Jahres. Natürlich werde ich diese Leserunde begleiten. Für eines der dreißig Leseexemplare könnt ihr euch noch bis 24. Februar 2019 bewerben. Mehr unter (Verlinkung ohne Gewähr) Mittwoch, 6. Februar 2019

Das Denghoog und die Bauwut

Dieses Foto entstand im letzten Jahr während der Recherchen zu meinem Sylt-Krimi “Finsteres Kliff”. Darin spielen nicht nur blutige Wikingerriten, sondern auch u.a. die Hügelgräber Sylts eine Rolle. Dass das Denghoog jetzt durch ein Bauvorhaben gefährdet werden soll, macht mich traurig und wütend. Zählen denn 5000 Jahre Geschichte nichts? Meine Kommissarin, die unkonventionelle Ur-Sylterin Liv […]

Wohnzimmerlesung zu verschenken

Pressetext des Vereins „Autorenhelfen“, an dessen Aktion ich mich beteilige: Genug Vasen im Schrank? Socken gab’s schon letztes Jahr? Wie wäre es mit einer Autorenlesung?Bei der Aktion „Verschenke eine Wohnzimmerlesung“ kommt ein Autor oder eine Autorin zu Ihnen aufs heimische Sofa – gegen eine Spende für die Hilfsorganisationen SoulTalk oder Lifeline. So funktioniert’s 1.•Sie schauen auf www.autorenhelfen.org, welche Autoren […]

Benefiz-Lesung in Harburg

„Der Hafen liest“: „Brennende Gischt – ein Sylt Krimi“ Autorenlesung mit Sabine Weiss Im zweiten Fall ermitteln Liv Lammers und ihr Team in der Welt der Sylter High Society. Unter deren glänzender Oberfläche tun sich Abgründe auf – ebenso bei der Polizei. Ein Unbekannter platziert „Beweise“, um Livs Ermittlungen in die falsche Richtung zu lenken… […]

Finsteres Kliff – Sylt-Krimi 3

Liv Lammers ermittelt zum dritten Mal auf Sylt: „Finsteres Kliff“ erscheint am 29. März 2019Februar. Ein Orkantief liegt über Sylt. Nicht die beste Zeit, um auf die Insel zu reisen, doch Liv Lammers ruft die Pflicht. Auf dem Morsum-Kliff wurde eine Leiche entdeckt, kurz nach dem Biikebrennen, und der Tatort sieht aus, als habe ein […]

Die Perlenfischerin – Vorschau

Neuer historischer Roman ab 29. März 2019 Die Perlenfischerin – ein besonderes, bewegender Roman über unsere Geschichte und die Schätze die Natur, die Perlen Norddeutschland, an der Wende zum 13. Jh.: Bei der Zerstörung der alten Handelsstadt Bardowick wird die kleine Ida vom Rest ihrer Familie getrennt. Fortan wächst sie bei einer Einsiedlerin am Ufer […]

Nordverdächtig

Liv Lammers wird nordverdächtig: ich freue mich auf meine Lesung aus meinem Sylt-Krimi „Brennende Gischt“ bei den Nordsee-Krimitagen 2018 in der Gemeindebücherei St. Peter-Ording, am 5. Oktober um 19.30 Uhr. Unter www.nordverdaechtig.de finden Sie mehr zu dem tollen Programm dieses Krimi-Lesefestes und den wunderbaren Kollegen, die ebenfalls dort lesen. Samstag, 2. Februar 2019

Schreibplatz mit Meerblick

Dieser wunderschöne Schreibplatz mit Meerblick befindet sich auf Lewis, einer Insel der Äußeren Hebriden. Recherchen und Urlaub haben mich in den Ferien wieder einmal kreuz und quer durch England und Schottland geführt und die unzähligen Eindrücke wirken sicher noch lange nach. Herrlich ist es, unterwegs neue Autoren zu entdecken, wie Peter May, der u.a. eine […]

Jens Mungard, Sylt und mein Krimi

Zu den Schätzen, die Sylt hervorgebracht hat, gehören auch Jens Mungard und seine Gedichte. In nordfriesischer Sprache, dem Sölring, schrieb der 1885 in Keitum geborene Mungard über seine Insel, den Lauf der Natur, aber auch über die politischen Missstände seiner Zeit, was dazu führte, dass er in Schutzhaft genommen wurde und ein Schreibverbot erhielt. 1940 […]

Die Tempelritter in Niedersachsen – ein Sonderfall der Geschichte

Die Geschichte der Templer in Niedersachsen hat mich verblüfft. Um die Besonderheit zu verstehen, muss man tiefer in den Niedergang des Templerordens einsteigen. Der 1188 ins Leben gerufene Tempelritterorden stellte nicht nur eine militärische, sondern auch eine wirtschaftliche Macht dar. Insbesondere durch ihre Geldgeschäfte waren die Templer mit zahlreichen Adeligen, reichen Bürgern und sogar Muslimen […]

Criminale in Halle / Saale

Eine Premiere ist immer etwas Besonderes. das war es auch für mich, als ich vom 3. bis 6. Mai 2018 meine erste Criminale besucht habe. Die Criminale ist ein Krimifestival und Europas größter Branchentreff für Krimiautoren und wird alljährlich vom Syndikat e.V. organisiert, dessen Mitglied ich bin. Mehr als 250 Krimiautorinnen und -Autoren aus Deutschland, […]

Schauplatz Heideklöster

Ebbekesdorpe – Kloster Ebstorf – Heideklöster Ich lasse Jakobas Weg im Kloster Ebstorf, in Ebbekesdorpe, wie man es damals nannte, beginnen. Einer der Gründe dafür ist, dass die Klöster schon im Mittelalter als Zentren der Heilkunde bekannt waren. Gerade bei dem Orden der Benediktiner stand die Sorge für die Kranken über allen anderen Pflichten. Kloster […]

Warum Lüneburg?

Niemand weiß, woher Jakoba kam. Sie wurde als Deutsche bezeichnet, das ist der einzige Hinweis auf ihre Herkunft. Eine derartige Bildung, wie Jakoba sie den Pariser Universitätsprotokollen zufolge besaß, ließ sich zu jener Zeit vor allem in den Klöstern erwerben. In den Archiven der Heideklöster wie Ebstorf oder Lüne, die zu jener Zeit in der […]

Wer war Jakoba und was wissen wir über sie?

Jakoba la Félice de Alemania ist eine der berühmtesten Frauen der frühen Medizingeschichte und zugleich ein Mysterium. Der Prozess gegen Domina Jakoba aus dem Jahre 1322 ist in den Pariser Chroniken ausgezeichnet dokumentiert: von der Anklage über die Zeugenaussagen, ihre beherzte und kundige Verteidigung bis zum harten Urteil. Sie trat nur diese kurze Zeit ins […]

10 plus 1

Wenn am 29. März 2018 durch einen Zufall und die Mysterien der Programmplanung „Die Arznei der Könige“ und „Brennende Gischt“ am gleichen Tag erscheinen, sind das meine Romane neun und zehn – davon hätte ich nie zu träumen gewagt! Ich habe schon immer gerne Geschichten erzählt – aber bis zu meinem ersten Roman war es […]

Ladies-Crime-Night Erfurt

Ich freue mich schon sehr auf die Ladies Crime Night mit den geschätzten Kolleginnen Eva Almstädt und Christine Drews: Freitag, 20. Oktober 201720:00 Uhr/ Destille am LauentorTickets: 14 EUR/ erm. 12 EUR, inkl. einem Glas Likör Drei mörderische Damen, drei komplizierte Fälle – ein spannungsgeladener Abend! Auch in diesem Jahr verspricht die Ladies Crime Night […]

Vor zehn Jahren ging ein Traum in Erfüllung …

Zehn Jahre ist es her, seit ich mit „Die Wachsmalerin – Das Leben der Madame Tussaud“ mein Romandebüt gab. Es war für mich ein ganz besonderer Moment. Dreizehn Jahre hatte ich mich – immer nebenbei – mit Marie Tussauds Leben und Werk beschäftigt, war auf ihren Spuren durch Frankreich, England, Irland und Schottland gereist und […]

Recherchen im Dogenpalast in Venedig

Neue Recherchen haben mich nach Venedig und dort auch in die Waffenkammer des Dogenpalastes geführt. Eine wahrlich beeindruckende Sammlung an Waffen aller Art. Schade, dass „Die Tochter des Fechtmeisters“ ist schon geschrieben ist 🙂 Fotos: Luca Poling Samstag, 2. Februar 2019

Das Kapitänsviertel

Ein Flensburg wohnt Liv, meine Kommissarin aus „Schwarze Brandung“, im Kapitänsviertel. Darunter versteht man die ehemaligen Kapitänshäuser auf der Ostseite des Hafens. Das Viertel St. Jürgen, wie es auch heißt, ist durch die alten Häuser, die rosenberankten Vorgärten und die weite Aussicht über den Hafen besonders malerisch. Hier finden Sie einige Eindrücke aus dem Kapitänsviertel […]

Mein erster Krimi …

Warum Krimi? Mein erster Krimi … Erst einmal: ich liebe Krimis und Thriller! Und natürlich liebe ich Herausforderungen – denn genau das ist ein Krimi für mich, da der Erzählton ganz anders als bei meinen historischen Romanen ist. Recherchiert habe ich übrigens genauso: ich war bei der Polizei in Flensburg, bei der Kripo in Sylt, […]

Warum Schwertkampf?

Hintergründe zum Schwertkampf Mir wurde die Frage gestellt, warum ich mich überhaupt mit dem Schwertkampf oder den Ursprüngen des Fechtens beschäftige – sei das nicht zu martialisch? Dazu einige Gedanken: Es ist tatsächlich aufregend und martialisch, wenn die Schwertkämpfer mit ihren Waffen aufeinander losgehen. Selbst ein moderner Degen- oder Säbelkampf kann für friedfertige Gemüter einschüchternd […]

Fechtertochter in Prag

Prag und „Die Tochter des Fechtmeisters“ – Schauplätze des Romans „Prag hat so viele Facetten wie ein Diamant“, schwärmt der Spielmann Arkadi in meinem Roman „Die Tochter des Fechtmeisters“. Die Fechtertochter Clarissa treiben eine Verschwörung und ein düsteres Geheimnis in die Kaiserstadt. Dort lernt sie im Laufe der Geschichte verschiedene Facetten Prags kennen. Einige der […]

Bauerndegen und Glattschmuser

In „Die Tochter des Fechtmeisters“ tauchen einige Ausdrücke aus der Gaunersprache auf, die ihrer Anschaulichkeit wegen vielen Lesern Freude gemacht haben (z.B. Bauerndegen für Bohne – wegen der „schlagenden“ Nebenwirkungen). Als bekannteste Gaunersprache gilt Rotwelsch, was eine unschöne Verallgemeinerung ist, da Rotwelsch ganz allgemein von fahrendem Volk, also auch Handwerkern auf der Walz, verwendet wurde. […]

Roman-Schauplatz Rostock

Rostock – Stadt der sieben Wahrzeichen Sieben Türme der St. Marien Kirche, sieben Straßen bei dem großen Markt, sieben Tore, die in das Land führen, sieben Kaufmannsbrücken bei dem Strand, sieben Türme, die auf dem Rathaus stehen, sieben Glocken der sieben Kirchen, die zugleich schlagen und sieben Lindenbäume im Rosengarten, das sind die sieben Rostocker […]

Fechtende und sonstige kämpferische Frauen

Ich wurde zur „Tochter des Fechtmeisters“ oft gefragt, ob es um 1610 schon Frauen wie Clarissa gegeben hat, die Fechten konnten, deshalb gibt es jetzt einen kleinen Überblick über „wehrhafte Weiber“. Die Frage, wie realistisch die Grundidee für einen Roman ist, beschäftigt mich immer wieder aufs Neue, und gerade die Stellung der Frau ist je […]

Der Hermaphrodit

Die Zweigeschlechtlichkeit ist ein uraltes Motiv und ein frühes biologisches wie medizinisches Thema. In der Antike bezeichnete die Figur des Hermaphroditos den zyprischen Mondgott. Die fast durchgängige Verknüpfung von Mond und Androgynie erkläre sich daraus, so Achim Aurnhammer in „Androgynie“, dass sich symbolisch der Vollmond in zwei Halbmonde teilt, die sich wieder zum Vollmond vereinigen. […]

Joachim Meyer – Ein deutschsprachiger Fechtmeister von Weltrang

Ob die Sacramento Freifechter oder die Meyer Freifechter Guild – nicht nur in Deutschland, auch in anderen Ländern wird nach dem Fechtbuch des in Straßburg geborenen und in Schwerin gestorbenen Fechtmeisters Joachim Meyer gefochten. „Joachim Meyers Buch ist wahrscheinlich das wichtigste Werk, welches zur deutschen Kampfkunst-Tradition jemals geschrieben wurde“, urteilt Matt Galas, ein Pionier des […]

Fechten in Niedersachsen

Mit insgesamt 42 Medaillen waren die vom Deutschen Fechterbund vertretenen Fechter bei den Olympischen Spielen die fünfterfolgreichste Nation. Neben den deutschen Fechtern, die bei nationalen und internationalen Wettkämpfen Medaillen gewinnen oder für Schlagzeilen sorgen, ist Fechten jedoch ein echter Breitensport. Der DFB vertrat 2015 deutschlandweit zwanzig Landesverbände mit 25.492 Fechtern. Auch in Niedersachsen sind unzählige […]

Historisches Fechten – in Deutschland und anderswo

Eine echte Überraschung bei den Recherchen zu „Die Tochter des Fechtmeisters“ war für mich zu entdecken, wie aktiv und leidenschaftlich das historische Fechten betrieben wird – und zwar nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. In internationalen Zusammenschlüssen wie der Historical European Martial Arts Coalition (HEMAC), The Arma – The Association for Renaissance Martial Arts oder […]

„Unterirdische Recherchen“

Hier nochmal ein Fundstück zu „Die Feinde der Hansetochter“: Nur wenige Recherchen für einen meiner historischen Romane waren so beklemmend, wie der Besuch im Bergwerk Falun im schwedischen Dalarna. Endlose unterirdische Gänge, tiefe Gruben, tropfendes Wasser an den Wänden und nur vereinzelte Kerzen, die anzeigen, ob genügend Luft zum Atmen bleibt. Beklemmend. Und zugleich unglaublich, […]

Festwoche Wittstock 1636 mit meiner Lesung

Ich werde bei der Festwoche Festwoche “Wittstock 1636 – 380 Jahre Schlacht am Scharfenberg bei Wittstock” aus meinem Roman „Das Geheimnis vom Stralsund“ lesen, in dem ich eine dramatische Geschichte vor dem Hintergrund des Dreißigjährigen Krieges erzähle. Auch in Wittstock ging es in diesem großen Krieg dramatisch zu:1636 siegten am Scharfenberg bei Wittstock in einer […]

Frau Königin

Margarethe I. von Dänemark gilt als eine der wichtigsten Frauen der Weltgeschichte – ihr Verhältnis zur Hanse war gespannt. Als ihr Vater, der gefürchtete König Waldemar 1375 starb und es keinen direkten männlichen Erben gab, sah es zunächst so aus, als würden die mecklenburgischen Herzöge den Thron übernehmen. Mit Hilfe von Waldemars getreuem Berater,  dem […]

Das Hansekontor auf der Tyskebrygge

Hansetag in Bergen Mit einer Parade wird am 9. Juni der 36. Internationale Hansetag im norwegischen Bergen eröffnet. „Past is Future“ lautet das Motto des Hansetags, der Vergangenheit und Zukunft zeitgemäß verbinden will. Der Hansetag ist in die fünf Themenfelder Hansemarkt, Wirtschaftsforum, Kochwettbewerb, HANSEartWORKS und natürlich die YouthHansa aufgeteilt. Viele deutsche Hansestädte werden an dem Hansetag teilnehmen, […]

Interview zur Entstehungsgeschichte der „Wachsmalerin“

Sabine Weiß: „Diese Idee ist letztlich aus der Liebe zum Lesen entstanden: Ich las etwa 1995 mit Begeisterung ,Bastille Tango‘, einen skurrilen Roman Noir des französischen Autors Jean-François Vilar, in dem Madame Tussauds Wachsfiguren eine Nebenrolle spielen. Erstmals erfuhr ich, dass Marie Tussaud die Enkelin eines Scharfrichters war und während der Französischen Revolution gezwungen war, […]

Radiointerview: Die Feinde der Hansetochter

Samstag, 2. Februar 2019 Radiointerview: Die Feinde der Hansetochter Hier ist das Interview, das Elisabeth Jost-Dahlhoff von Radio Rheinwelle am 31. März 2016 zu „Die Feinde der Hansetochter“ mit mir geführt hat. Danke für die Bereitstellung des Mitschnitts! Achtung: Bitte zunächst die Nachrichten vorspulen.

Gotland und die Hanse / Visby

Die Hanse und Gotland verbindet eine Hassliebe. Tatsächlich waren es die Gotländer, die vor der Entstehung des Hansebundes Handel beispielweise mit Russland trieben. Bereits 1180 wurde die von ihnen gegründete Kirche des heiligen Olav in Novgorod erwähnt. „Dieser ‚Gotenhof’ nahm bald auch Deutsche auf, die darangingen, nach diesem Vorbild eine eigene Niederlassung, den Peterhof zu […]

Gotland und die Hanse 1

 nordischen Götter. Diese Hinkelsteine wurden zwischen dem fünften und dem vierzehnten Jahrhundert gestaltet. Mal sind Runen darauf zu sehen, mal Symbole, aber oft sind es auch Bildergeschichten. Beispielsweise wird Odins achtbeiniges Pferd Sleipnir gezeigt, wie er die gefallenen Krieger nach Walhalla bringt. Der Stein von Lärbro zeigt eine Schiffssetzung und darüber den Tod eines Kriegers […]

Falken und die Hanse

Seit jeher waren Falken eine bedeutende Handelsware. Von Königen, Bischöfen und dem Deutschen Orden wurden sie geschätzt und oft als Staatsgeschenk verehrt. Beizjagd und Falknerei galten als angemessener Zeitvertreib des Adels. Bei Kaiser Friedrich II. führte die Liebe zu Falken soweit, dass er sein Wissen in einem Falkenbuch festhalten ließ: De arte venandi cum avibus […]

Hansekaufleute auf Island

Die giftigen Dämpfe, die heißen Quellen, die reißenden Lavaströme – mittelalterliche Kaufleute müssen bei ihrem Besuch auf Island gedacht haben, sie seien direkt in der Hölle gelandet. Jedem Menschen waren damals die in der Bibel beschriebenen und von Predigern ausgeschmückten Höllenqualen bekannt und manchen verfolgte die Angst davor schon in den Schlaf, ohne dass er […]

Die Feinde der Hansetochter – Hansetage gestern und heute

„In deme sulven jare do quemen Vlamesche boden to Lubeke jegen de meinen stede, de dar do weren besammelz up sante Johannis baptisten dach …“ Dem Rats-Chronisten und Franziskanerpater Detmar erschien der Besuch der flämischen Boten am Hansetag 1379 als wichtiges Ereignis, denn er leitet damit seinen Bericht für die Lübecker Chronik ein. Tatsächlich drohte […]

Auf den Spuren der Hansetochter durch Lübeck – 3

Vom Hansemuseum aus passieren wir erneut das Heiligen-Geist-Hospital. Auf der gleichen Straßenseite kommen wir am Behnhaus vorbei, das zwar erst ab 1779 errichtet wurde, dessen Eingangsbereich aber den Höhepunkt der Entwicklung der Lübecker Kaufmannsdiele darstellt. Wenig später folgt das Willy-Brandt-Haus. In der Königsstraße / Ecke Glockengießerstraße machen wir nun an der Museumskirche St. Katharinen Station. Hier fanden […]

Auf den Spuren der Hansetochter durch Lübeck – 2

Schauplätze aus HANSETOCHTER und DIE FEINDE DER HANSETOCHTER – TEIL ZWEI Im Jahr 1230 begann der Bau des Lübecker Rathauses. Die große Schauwand mit den Schmuckbalkonen und Türmen vermittelt auch heute noch einen sehr guten Eindruck von Lübecks grenzüberschreitender Bedeutung. Obgleich der Hansesaal nicht mehr vorhanden ist, lohnt eine Führung durch das Rathaus in jedem Fall.  […]

Auf den Spuren der Hansetochter durch Lübeck

Schauplätze aus HANSETOCHTER und DIE FEINDE DER HANSETOCHTER – TEIL EINS Lübeck ist nicht nur die Königin der Hanse, sondern auch die Heimat des Kaufmanns-Ehepaars Henrike und Adrian, das mit ihren Familien im Mittelpunkt meiner „Hansetochter“-Romane steht. Die Altstadt Lübecks ist seit 1987 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. „Lübeck hat einen exemplarischen Charakter für […]

Neues Hansemuseum

Am 27. Mai 2015 eröffnet Bundeskanzlerin Angela Merkel das weltweit größte Hansemuseum, das Europäische Hansemuseum in Lübeck. Copyright Foto: Europäisches Hansemuseum Lübeck / Thomas Radbruch Ich durfte nach der ersten Eröffnungs-Pressekonferenz bereits das fünfzig Millionen Euro teure Museum besichtigen und möchte euch berichten, warum sich der Besuch lohnt. DER ERSTE EINDRUCK Die denkmalgeschützen Hafenschuppen im Rücken […]

Romanschauplatz Brügge

Brügge ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert.  In der belgischen Stadt kann man aber nicht nur Schokolade genießen, sich durch Biersorten probieren oder in flämischer Kunst schwelgen, sondern auch auf den Spuren der hansischen Kaufleute wandeln.  Im Mittelalter war Brügge der wichtigste Handelsort nördlich der Alpen. Hansekaufleute deckten sich hier vor allem mit Tuchen […]

Frauen an Bord

Eine Frage, die LeserInnen nach der Lektüre von „Das Geheimnis von Stralsund“ stellten, war, inwieweit Frauen wirklich an Bord von Schiffen mithalfen oder gar das Kommando übernahmen. Dazu einige Hintergründe: „Wiwerröck an Boord bringt Stried und Moord“ heißt es auch heute noch manchmal über die Anwesenheit von Frauen an Bord eines Schiffes. Für unzählige Schiffsunglücke […]

Schiffstypen der Stralsunder Handelsflotte

Schiff ist nicht gleich Schiff – für einen Freund historischer Romane schon gar nicht. Eine ungefähre Vorstellung von der Vielfalt der im 17. Jahrhundert in Stralsund gebräuchlichen Schiffstypen liefert eine „Spezifikation der bei der Stadt vorhandenen Schiffe“ von 1646. Darin werden sieben Schiffstypen der sundischen Handelsflotte aufgeführt und insgesamt 96 seetüchtige Schiffe. Am häufigsten war […]

Authentische Sprache im Roman – und ihre Grenzen

Wie haben die Menschen im Mittelalter miteinander geredet? Wie vor dreihundert Jahren? Wie vor hundert? Dialoge sind auch im historischen Roman ein wichtiges Stilmittel, doch die Balance zwischen Authentizität und Lesefluss zu finden, ist nicht immer einfach. Zunächst stellt sich die Frage, wie man herausfinden kann, wie jemand redete. Eine wunderbare Quelle sind beispielsweise Gerichtsprotokolle, […]

Das Leben sundischer Bürgermeister als Quelle

Das Tagebuch des Stralsunder Bürgermeisters Nicolaus Gentzkow (1502 bis 1567) sowie die Lebensbeschrebung seines Amtskollegen Bartholomäus Sastrow (1520 bis 1603) stammen zwar zeitlich aus der Zeit vor „Das Geheimnis von Stralsund“, sind aber dennoch wichtige Quellen, nicht nur, was die politischen Geschäfte, sondern auch das Alltagsleben angeht. Für mich als Autorin sind solche Tagebücher und […]

Museumshaus Mönchstraße in Stralsund

Im vierzehnten Jahrhundert wurde das Haus in der Mönchstraße 38 in Stralsund errichtet. Es ist eines der ältesten Bürgerhäuser Stralsunds und wurde vor allem als Krämerhaus genutzt. In den sechshundert Jahren seines Bestandes haben zahllose Bewohner ihre Spuren hinterlassen. Besonders beeindruckend sind die niedrigen, weitläufigen Speicherböden mit ihren steilen Treppen und das Windenrad aus gotischer […]

Leserunde November 2014

Mit der Bewerbung für die Leserunde zu „Das Geheimnis von Stralsund“ bei Lovelybooks hatte ich zwei Fragen verknüpft, die ich nun auflösen möchte. Die erste Frage lautete: Während des Dreißigjährigen Krieges kämpften Söldner aus aller Herren Länder im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation; bei Musterungen zählte man zeitweise bis zu 16 verschiedene Nationalitäten. Einer dieser […]

Reformation und Buchkunst

2017 jährt es sich zum 500. Mal, das Martin Luther seine 95 Thesen veröffentlichte. Um das Jubiläum ausreichend zu würdigen, wurde die Lutherdekade ins Leben gerufen: Jedes Jahr seit 2008 wird ein Thema der Reformation aufgenommen und entfaltet. 2015 wird der 500. Geburtstages des Malers Lucas Cranach der Jüngere zum Anlass genommen, Bildwelten und Kunst […]

Wie kam es zur Belagerung Stralsunds?

Seit 1618 tobte in Europa das, was wir heute als Dreißigjährigen Krieg kennen. Pommern konnte sich lange aus dem Krieg heraushalten, obgleich auch dort Truppenwerbungen durchgeführt wurden. Dann aber wollten nicht nur die Schweden ihre Truppen durch Pommern nach Polen ziehen lassen, sondern auch kaiserliche Truppen drangen in über die Landesgrenzen. Dazu kam Wallensteins Forderung, […]

Rügen im Dreißigjährigen Krieg

„Das Geheimnis von Stralsund“ beginnt mit der Besetzung Rügens durch Söldner im Dienst des Kaisers. Heute kaum noch vorstellbar. Was war geschehen? Rügen galt den kaiserlichen Feldherren als „der beste Ort in ganz Pommern“. Das war nicht nur auf die Lage zurückzuführen, von wo aus man die „Ostsee beherrschten“ konnte, sondern auch auf den Reichtum […]

Meerstadt Stralsund

„Meerstadt ist Stralsund, und vom Meer erzeugt, dem Meer ähnlich. Auf das Meer ist sie bezogen, in ihrer Erscheinung und ihrer Geschichte.“ Kaum ein Buch über die Hansestadt Stralsund kommt ohne diese sehr stimmungsvolle Beschreibung der Schriftstellerin Ricarda Huch aus. Tatsächlich lebt Stralsund von und mit dem Meer. Es bietet den Bewohnern ein Auskommen, weckt […]

Maikäfer flieg!

Maikäfer flieg! Der Vater ist im Krieg. Die Mutter ist im Pommerland, Pommerland ist abgebrannt. Maikäfer flieg! Für viele entstand dieses bekannte Kinderlied während der Besetzung Pommerns im Dreißigjährigen Krieg – Beweise gibt es bislang dafür jedoch nicht. Ab 1800 wird das Lied in verschiedenen Versionen in Liedersammlungen aufgeführt, dort heißt es wahlweise „Pulverland“ oder […]

Wallenstein scheitert an Stralsund

Kleine Stadt schlägt großen Feldherren: Obgleich die Hansestadt Stralsund 1628 von 20.000 bis 25.000 kaiserlichen Söldnern belagert wurde, kapitulierte sie nicht. Der berühmte Feldherr Wallenstein musste unverrichteter Dinge wieder abziehen – nur ein Aspekt der Belagerung, der mich fasziniert hat. Die Belagerung Stralsunds ist für viele Historiker ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt des Dreißigjährigen Kriegs: […]

Die Helden der Telemark

Das Wunderbare bei Recherchereisen ist, dass man auf unzählige Informationen stößt, nach denen man gar nicht gesucht hatte, die jedoch absolut interessant, faszinierend, oder, wie in diesem Fall, beeindruckend sind: Die Gegend um Rjukan war 1942 bis 1943 Schauplatz einer der bemerkenswertesten Widerstandsaktionen gegen die deutschen Besatzer. In Vormork hatten die Nazis eine Produktionsanlage für […]

Koggen Ahoi!

Die Kogge – oder der Koggen, wie man früher sagte – gilt als das wichtigste Handels- und Kriegsschiff der Hanse. Die Packesel der Kaufleute waren auf allen Meeren rund um Europa unterwegs. Über Aufbau und Aussehen des dickbauchigen Schiffes geben vor allem die Siegel von Städten wie Lübeck oder Wismar Auskunft, aber auch Wandgemälde, die […]

Lissabons literarische Cafés

Kaffeehäuser spielten schon lange eine wichtige Rolle im literarischen Leben Lissabons. Sehr viele der bedeutenden Treffpunkte kann man auch heute noch aufsuchen. Das Martinho da Arcada an der Praca do Comércio wurde 1782 gegründet und ist das älteste Café der portugiesischen Hauptstadt. Hier kehrten Literaten wie Fernando Pessoa oder José Saramago ein. Am Bekanntesten ist […]BlogWeiterlesen

Die Reisen der Madame Tussaud

MADAME TUSSAUDS SPUREN Über zehn Jahre war ich auf den Spuren von Marie Tussaud unterwegs. Waren es am Anfang nur Details, die mich neugierig machten und über die ich mehr herausfinden wollte, wie ihre Herkunft aus einer Henkersfamilie oder ihre Verwicklung in die Französische Revolution, hat mich zuletzt ihre gesamte Biografie auf Reisen geschickt. Die […]BlogWeiterlesen

Die Hansetochter

Recherchen für die „Hansetochter“:Es war eine besondere Freude für mich, für HANSETOCHTER in die Geschichte meiner norddeutschen Heimat abzutauchen. Natürlich kann man in erster Linie in Lübeck auf den Spuren der Hansetochter Henrike Vresdorp wandeln, denn viele der im Roman beschriebenen Handlungsorte gibt es in der UNESCO-Weltkulturerbestadt tatsächlich noch. Auch das Hansekontor im norwegischen Bergen […]BlogWeiterlesen

Hektisches Mittelalter

Hektisches Mittelalter Über das Tempo des Geschäftslebens im Mittelalter gibt es die verschiedensten Informationen und Ansichten. Einerseits war man natürlich sehr viel länger unterwegs, wenn man beispielsweise bedenkt, dass ein Kaufmann mit Gefolge und Gepäck dreißig bis fünfundvierzig Kilometer pro Tag oder eine Kogge acht bis dreizehn Kilometer pro Stunde zurücklegte. Auch ist die Aufenthaltsdauer […]BlogWeiterlesen

Kaufmannshaus in Lübeck

So könnte das Haus der Hansetochter ausgesehen haben … Wenn dieses Haus Geschichten erzählen könnte, würde es uns viele lange Winterabende unterhalten können. Das wunderschöne Giebelhaus in der Alfstraße 38 ist eines der Häuser, die als Inspiration für den Wohnort meiner HANSETOCHTER Henrike Vresdorp dienten. Das Kaufmannshaus wurde 1305 erstmals erwähnt und liegt in ausgezeichneter […]BlogWeiterlesen

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